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22.07.2019:
Vor 50 Jahren: Mondgestein am MPIK

Josef Zähringer gehörte zu den ersten Forschern, die 1969 Proben von Mondgestein analysieren durften

Josef Zähringer mit Mondglobus und Mondgestein-Demonstrationsmaterial 1969. Foto: MPIK

Dank der Kontakte von Josef Zähringer (Direktor am Institut 1966-1970) zur NASA erhielt das MPIK ab 1969 Zugang zu Mondproben. Zähringer wurde bereits 1967 von der NASA in das Wissenschaftlerteam aufgenommen, das als erstes das Mondgestein der Apollo-Mission untersuchen durfte. Er erhielt eine Einladung nach Houston, um unmittelbar nach der erfolgreichen Apollo-11-Mission an der vorläufigen Auswertung des Materials mitzuarbeiten.

Am MPIK wurden verschiedene Mondproben mit der 39Ar/40Ar-Methode datiert und daran auch die „Krater-Uhr“ geeicht, sodass damit auch das Alter anderer Mondgegenden bestimmt werden konnte. Abgesehen von jüngeren Einschlagkratern hatte die Mondoberfläche demnach bereits vor ungefähr 3,1 Milliarden Jahren ihr heutiges Aussehen.

Nach Josef Zähringer, der bei einem Autounfall im Juli 1970 starb, wurde 1976 ein kleiner Einschlagkrater nahe dem südöstlichen Rand des Mare Tranquillitatis auf dem Mond benannt. Seine Forschungen an Mondgestein wurden von Till Kirsten fortgeführt. Heute befindet sich kein Mondmaterial mehr am MPIK - nach Abschluss der Untersuchungen mussten sämtliche Proben an die NASA zurück gegeben werden.

 Artikel „Ein Stück vom Mond landete auch in Heidelberg“ (Rhein-Neckar-Zeitung, 20. Juli 2019)

 Artikel „Den Mond in der Nase“ (MPG, 16. Juli 2019)

Festschrift 50 Jahre MPIK 1958-2008 (PDF)

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