Klaus Blaum gewinnt erneut Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats

In der jüngsten Ausschreibungsrunde für Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) war Prof. Dr. Klaus Blaum vom MPI für Kernphysik mit seinem Projekt „FunI“ bereits zum zweiten Mal erfolgreich. Das Projekt wird über 5 Jahre mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert.

Die vier fundamentalen Wechselwirkungen und ihre Symmetrien, die Fundamentalkonstanten sowie die Eigenschaften von Elementarteilchen wie ihre Massen bestimmen die grundlegende Struktur des Universums und bilden die Grundlage für das so exzellent bewährte Standardmodell der Physik. Nachdem Klaus Blaum bereits 2011 einen ERC Advanced Grant für die Bestimmung von Fundamentkonstanten wie die Masse des Elektrons und des Protons erhielt, widmet er sich nun in seinem neuen ERC Advanced Grant mit dem Namen „FunI“ den fundamentalen Wechselwirkungen. Dabei sind u.a. Experimente mit gespeicherten hochgeladenen Ionen für zwingende Tests der Quantenelektrodynamik und der speziellen Relativitätstheorie geplant, letztere über eine verbesserte Überprüfung der Äquivalenz von Masse und Energie, E=mc2. Um die aktuellen Grenzen deutlich zu verbessern, sind im Rahmen von FunI auch technische Innovationen angestrebt, wie das sympathetische Laserkühlen einzelner Ionen.

Klaus Blaum studierte Physik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach der Promotion in Mainz wechselte er als Postdoktorand der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung Darmstadt an das Europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf. 2004 bis 2007 leitete er eine Helmholtz-Forschungsgruppe in Mainz (Habilitation 2006), von wo ihn seine Karriere nach Heidelberg an das MPI für Kernphysik führte. Dorthin wurde er 2007 mit nur 35 Jahren als Direktor der Abteilung „Gespeicherte und gekühlte Ionen“ berufen. Zugleich ist er Professor und Mitglied der Fakultät für Physik und Astronomie der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Für seine bahnbrechenden Arbeiten erhielt er eine Reihe von Preisen.

Der Europäische Forschungsrat vergibt Advanced Grants an etablierte Wissenschaftler*innen, die bereits bedeutende Beiträge zu ihrem Fachgebiet geleistet haben, für bahnbrechend neue und riskante Projekte. Die Forschung muss in einer Forschungsinstitution stattfinden, die in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem assoziierten Staat angesiedelt ist. Aus der jüngsten Ausschreibungsrunde werden – bei einer Erfolgsquote von 10,8% – 222 Antragsteller*innen gefördert.

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Abteilung Blaum am MPIK

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Acht Max-Planck-Forscher werben hohe EU-Förderung ein – Pressemeldung der MPG

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Kontakt:

Prof. Dr. Klaus Blaum
E-Mail: klaus.blaummpi-hd.mpgde
Tel.: 06221 516850

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