Uni Heidelberg Max-Planck-Institut fü Kernphysik GSI An ultra-cold target for precision studies of heavy-ion atom collisions MPIK
Das PRIOC-Projekt
Ziel des Projektes ist die Untersuchung von Stößen zwischen Ionen und Atomen mit größtmöglicher Präzision (PRecision studies on IOn Collisions, PRIOC). In solchen Stößen können verschiedene Prozesse auftreten:
  • Emission von Elektronen, also die Ionisation des Target-Atoms oder des Projektil-Ions.
  • Elektroneneinfang, also der Transfer eines oder mehrerer Elektronen vom Atom zum Projektil-Ion.
  • Elektronische Anregung des Projektils und/oder Targets.
  • Emission von Photonen entweder 'direkt' in radiativen Prozessen (vgl. z.B. Bremsstrahlung) oder 'nachträglich' bei der Relaxation angeregter Zwischenzustände.
Mit Hilfe der Experimente, die in der Gruppe durchgeführt werden, soll einerseits ein genaueres Verständnis der Stoßdynamik gewonnen werden, andererseits soll eine Methode entwickelt werden, die es ermöglicht, auf 'kinematischem' Weg spektroskopische Informationen über die elektronischen Bindungsenergieen von Hochgeladenen Ionen zu gewinnnen.
Techniken Zur Durchführung solcher Experimente sollen drei Techniken in einem MOTREMI-Aufbau kombiniert werden:
  1. Ionenspeicherringe wie der TSR am MPIK oder der ESR an der GSI zur Erzeugung intensiver, gekühlter Projetkilstrahlen
  2. Eine Magneto-Optische Falle (MOT) zur Erzeugung eines ultra-kalten Targets
  3. Ein "Reaktionsmikroskop" zur Vermessung der Impulse der Stoßpartner