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07.12.2015:
Auf dem Weg zu schweren Elementen

Kurzlebige Cadmiumisotope in der Falle

Die Doktoranden Dinko Atanasov (Max-Planck-Institut für Kernphysik, rechts) und Frank Wienholtz (Uni Greifswald) auf der obersten Plattform der dreistöckigen ISOLTRAP-Apparatur in der ISOLDE-Experimentierhalle am CERN - Foto: Maxime Mougeot

Einem internationalen Wissenschaftlerteam ist es erstmals gelungen, die Bindungsenergien von Atomkernen der exotischen Cadmiumisotope mit den Massenzahlen 129, 130 und 131 massenspektrometrisch zu bestimmen. Die kurzlebigen Teilchen mit Halbwertszeiten von lediglich Sekundenbruchteilen wurden am Ionenseparator ISOLDE des europäischen Forschungszentrum CERN hergestellt und mit einer Penningionenfalle bzw. einem Multireflexions-Flugzeitspektrometer vermessen. Die Resultate bestätigen die erwartete magische Neutronenzahl N=82 und sind von großer Bedeutung für Simulationsrechnungen zum Verständnis der Herkunft der chemischen Elemente im Bereich von Zinn bis Barium, die im Sonnensystem vergleichsweise häufig auftreten. Über die Messergebnisse und begleitende Berechnungen berichtet das internationale Fachmagazin Physical Review Letters in seiner Ausgabe vom 02. Dezember 2015.

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Originalpublikation:

Precision Mass Measurements of 129–131Cd and Their Impact on Stellar Nucleosynthesis via the Rapid Neutron Capture Process
D. Atanasov, P. Ascher, Blaum, R.B. Cakirli, S. George, S. Goriely, F. Herfurth, H.-T. Janka, O. Just, M. Kowalska, S. Kreim, D. Kisler, Yu. A. Litvinov, D. Lunney, V. Manea, D. Neidherr, M. Rosenbusch, L. Schweikhard, A. Welker, F. Wienholtz, R.N. Wolf, K. Zuber
Phys. Rev. Lett. 115, 232501 (2015)  DOI: 10.1103/PhysRevLett.115. 232501

Kontakt:

Prof. Dr. Klaus Blaum
Tel.: 06221 516850
E-Mail: klaus.blaum@mpi-hd.mpg.de

 

 

Max-Planck-Gesellschaft

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