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02.07.2019:
FlashCam-Elektronik hilft Ionenstrahltherapie zu verbessern

Test-Setup am Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum.

Bei der Ionenstrahltherapie ist es das Ziel, malignes Gewebe durch die ionisierende Wirkung von Ionenstrahlen zu zerstören. Gleichzeitig soll umgebendes Gewebe möglichst verschont werden. Während sich die theoretische Reichweite der Ionenstrahlen im Gewebe über die Energie der Teilchen relativ gut vorhersagen und steuern lässt, führen andere Effekte, wie z.B. die Inhomogenität des Gewebes, zu Unsicherheiten in der wirklich erzielten Eindringtiefe. Eine Forschergruppe am DKFZ-Heidelberg unter Führung von Prof. Dr. Joao Seco, hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe der Spektroskopie von prompter Gammastrahlung aus Ion-Kern Wechselwirkungen ein Verfahren zur schnellen Bestimmung der wahren Eindringtiefe mit einer Genauigkeit von 1-2 mm während der Bestrahlung zu entwickeln. Im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit trägt das MPIK das Digitalisierungs- und Datennahmesystem zu den Studien bei. Das System wurde ursprünglich für die Anwendung in Kameras (FlashCam) von Cherenkov Teleskopen entwickelt und ist ebenso bereits in mehreren anderen Experimenten erfolgreich im Einsatz. Erste Ergebnisse von Testmessungen wurden nun veröffentlicht.

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Originalveröffentlichung:

“Results from the experimental evaluation of CeBr3 scintillators for 4He prompt gamma spectroscopy”, Riccardo Dal Bello, Paulo Magalhaes Martins, João Graça, German Hermann, Thomas Kihm, Joao Seco, Medical Physics, doi:  10.1002/mp.13594

Darüber wird aktuell auch in Physics World  “Gamma spectroscopy cuts beam-range uncertainty, 28.06.2019” berichtet.

Kontakt:

Prof. Dr. DABR. Joao Seco, DKFZ und Universität Heidelberg
E-Mail:  j.seco(at)dkfz-heidelberg.de
Tel.: 06221 42-2554

Dr. German Hermann
E-Mail:  german.hermann(at)mpi-hd.mpg.de
Tel.: 06221 516 528

Dr. Thomas Kihm
E-Mail:  mizzi(at)mpi-hd.mpg.de
Tel.: 06221 516 507

Max-Planck-Gesellschaft

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