Physik am Samstagmorgen 15.02.2014


Astrochemie im Labor: Wie Wasser und andere Moleküle im Weltraum entstehen

Samstag, 15. Februar 2015 um 09:30 Uhr
im Otto-Hahn-Hörsaal des Instituts (Bibliotheksgebäude)

Woher stammt das Wasser in unseren Ozeanen? Wie entstehen organische Moleküle im Weltraum? Wie funktionieren chemische Reaktionen bei extrem niedrigen Temperaturen und Dichten? Welchen Einfluss haben Moleküle auf die Entstehung von Sternen und Planeten?
Dies sind einige der Schlüsselfragen im Bereich der Astrochemie. Dieses Grenzgebiet zwischen Astronomie, Physik, Chemie und Biologie erfährt seit einigen Jahren regen Zuwachs, unter anderem, weil moderne Labortechniken die Erforschung interstellarer Reaktionen unter realistischen Bedingungen erlauben. Am Max-Planck-Institut für Kernphysik werden Molekülreaktionen in Speicherring-Messungen mit hoher Präzision untersucht. Der neue Kryogene Speicherring (CSR), der sich kurz vor der Fertigstellung befindet, wird Experimente mit Molekülionen unter ultrahohem Vakuum und tiefen Temperaturen von bis zu -263°C ermöglichen, und damit einen völlig neuen Einblick in die Welt der kalten Moleküle gewähren.

Programm:

Kurze Begrüßung

Vortrag (Dr. Holger Kreckel)

Imbiss mit Gelegenheit zur Diskussion

Führung am Kryogenen Speicherring CSR (Koordinator: Dr. Robert von Hahn)

Ende ca. 12:00-12:30 Uhr

Webseite der Gruppe ASTROLAB Holger Kreckel

Kryogener Speicherring (CSR) am MPIK

Physik am Samstagmorgen 23.11.2013


Das Sonneninnere auf Eis gelegt

Samstag, 23. November 2013 um 09:30 Uhr
im Otto-Hahn-Hörsaal des Instituts (Bibliotheksgebäude)

Was hat der Kern unserer Sonne mit einem Komposthaufen gemeinsam? Wie gelangt die im Zentrum durch Fusion erzeugte Energie an die für uns sichtbare Oberfläche? Welche Rolle spielen dabei winzige Mengen an ‚Spurenelementen‘? Diesen Fragen gehen Forscher am MPIK mit den Methoden der Laborastrophysik nach. Der Sonnenkern besteht aus einem heißen Plasma mit einer Temperatur von 16 Millionen Grad. Die Energie arbeitet sich in erster Linie in Form von Röntgenstrahlung sehr langsam durch das dichte Medium nach außen. Im Labor wird dieser Prozess paradoxerweise mit Ionenfallen bei 4 Grad über dem absoluten Nullpunkt untersucht. Die darin präparierten Atome in hoch ionisierten Zuständen entsprechen wiederum Temperaturen von Millionen Grad. In Kombination mit neuen Strahlungsquellen wie Röntgenlasern lernen die Physiker mehr über den Strahlungstransport in Sternen. Die Ergebnisse helfen auch, die heiße Umgebung von Schwarzen Löchern besser zu verstehen.

Programm:

Kurze Begrüßung

Vortrag (Priv.-Doz. Dr. José Crespo López-Urrutia)

Imbiss mit Gelegenheit zur Diskussion

Führung durch das EBIT-Labor

Ende ca. 12:00-12:30 Uhr

Webseite der Arbeitsgruppe von José Crespo López-Urrutia

Physik am Samstagmorgen 12.10.2013


Planck und wie der die Welt sah - Neue Untertöne im Echo des Urknalls

Samstag, 12. Oktober 2013 um 09:30
im Otto-Hahn-Hörsaal des Instituts (Bibliotheksgebäude)

Seit 2009 betreibt die Europäische Weltraumbehörde ESA den Satelliten "Planck". Seine wesentliche Aufgabe ist es, den gesamten Himmel im Bereich zwischen Zentimeter- und Mikrowellen möglichst genau zu beobachten. Aus solchen Daten lassen sich die Eigenschaften unseres Universums mit hoher Präzision gewinnen. 2013 hat er seine Lebensdauer erreicht. Im Vortrag wird beschrieben, wie der Satellit aufgebaut sein muss, wie groß er sein muss, welche Instrumente er braucht und wie diese Instrumente betrieben werden müssen. Dafür mussten einige Weltrekorde gebrochen werden. Die Ergebnisse zeigen, wie gut der Satellit arbeitet und wie erfolgreich er bisher war.

Programm:

Kurze Begrüßung

Vortrag (Prof. Dr. Matthias Bartelmann, Universität Heidelberg)
Vortragsfolien als PDF

Imbiss mit Gelegenheit zur Diskussion

Ende ca. 11 - 11:30

Max-Planck-Gesellschaft

16.09.18

Tag der offenen Tür am 16.09.2018

von 10 bis 17 Uhr


03.01.18

Neuer Geschäftsführender Direktor des MPIK

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