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11.03.2013:
Spin-abhängiger WIMP-Nukleon-Streuquerschnitt

Resultate aus 225 Tagen Datenerfassung mit dem XENON100-Experiment

XENON100-Obergrenzen (90% C.L.) für Spin-abhängige WIMP-Streuquerschnitte an Neutronen (oben) und Protonen (unten).

Das XENON100-Experiment in den Laboratori Nationale del Gran Sasso (LNGS) in Italien sucht seit 2009 nach Teilchen der Dunklen Materie. In den letzten Jahren hat das Experiment eine Reihe von bemerkenswerten Resultaten erzielt. Hierzu zählen insbesondere die besten Grenzen bezüglich Spin-unabhängiger WIMP-Nukleon-Wechselwirkung, die aus einer Analyse der Daten von 225 Tagen Messzeit gewonnen wurden [1].

Die XENON-Kollaboration hat Anfang dieses Jahres auf Basis der gleichen Daten eine neue Analyse für Spin-abhängige WIMP-Nukleon-Wechselwirkung veröffentlicht [2]. Die beiden Xenon-Isotope 129Xe und 131Xe haben je eine ungerade Zahl von Neutronen und machen zusammen etwa 50% aller Xenon-Isotope aus. Dadurch ist das Experiment für Spin-abhängige Wechselwirkungen der Dunklen Materie sensitiv. Allerdings weisen die Daten keine Indizien entsprechender Signale auf, und daher ergeben sich Ausschluss-Kurven für den WIMP-Nukleon-Streuquerschnitt als Funktion der WIMP-Masse (Bilder). XENON100 erzielt weltweit die größte Sensitivität für WIMP-Massen oberhalb von 6 GeV/c2 bezüglich der WIMP-Neutron-Kopplung.

Referenzen:
[1] Dark Matter Results from 225 Live Days of XENON100 Data, XENON100 Collaboration, E. Aprile et al., Phys.Rev.Lett. 109 (2012) 181301
[2] Limits on spin-dependent WIMP-nucleon cross sections from 225 live days of XENON100 data, XENON100 Collaboration, E. Aprile et al.,arXiv:1301.6620

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Weitere Infos über das XENON-Experiment

Kontakt:

Prof. Dr. Manfred Lindner
Tel.: 06221 516800
E-Mail:  manfred.lindner AT mpi-hd.mpg.de

Dr. Teresa Marrodán Undagoitia
Tel.: 06221 516803
E-Mail:  teresa.marrodan AT mpi-hd.mpg.de

Dr. Hardy Simgen
Tel.: 06221 516530
E-Mail:  hardy.simgen AT mpi-hd.mpg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des MPIK

 

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