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03.12.2009:
Neue IMPRS „Precision Tests of Fundamental Symmetries“ bewilligt

Unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Kernphysik wird in Kooperation mit der Ruprecht-Karls-Universität der Wissenschaftsstandort Heidelberg um eine weitere International Max Planck Research School (IMPRS) bereichert. Träger der neuen IMPRS „Precision Tests of Fundamental Symmetries“ sind die Abteilungen von Prof. Klaus Blaum, Prof. Werner Hofmann und Prof. Manfred Lindner sowie das Kirchhoff-Institut für Physik, das Physikalische Institut und das Institut für theoretische Physik an der Universität Heidelberg. Inhaltlich befasst sich die Schule mit experimentellen und theoretischen Präzisionstests fundamentaler Symmetrien in Teilchen-, Kern-, Atom- und Astroteilchenphysik.

Mit der neuen International Max Planck Research School „Precision Tests of Fundamental Symmetries“ (IMPRS-PTFS) gewinnt Heidelberg weiter an internationaler Attraktivität für Nachwuchswissenschaftler. Ergänzend zu den bestehenden IMPRS „Astronomy and Cosmic Physics“ (seit 2004, MPI für Astronomie) und „Quantum Dynamics in Physics, Chemistry and Biology“ (seit 2007, MPI für Kernphysik) wird nun ein weiteres aktuelles Forschungsgebiet abgedeckt, welches sich speziell fundamentalen Problemen der Teilchen-, Kern-, Atom- und Astroteilchenphysik widmet. Hier treffen die Physik des „Allergrößten“ (Kosmologie) und „Allerkleinsten“ (Teilchenphysik) aufeinander und zugleich wird eine experimentelle Präzision gefordert, wie sie die modernsten Technologien aus Atom- und Kernphysik liefern.

Symmetrien spielen in den mathematischen Grundlagen – den Gesetzmäßigkeiten, wie Teilchen miteinander wechselwirken und welche Eigenschaften sie haben – eine fundamentale Rolle. Damit verbunden sind Fragen nach der Asymmetrie von Materie und Antimaterie im Kosmos, der wir letztlich unsere Existenz verdanken, und der Natur von „Dunkler Materie“ und „Dunkler Energie“, die zusammen mehr als 95% der Gesamtenergie des Kosmos ausmachen. Neben Präzisionsexperimenten sind auch innovative Ansätze in der Theorie gefordert und aus der Vernetzung der insgesamt zehn Teilgebiete untereinander ergibt sich ein bemerkenswerter Grad von Interdisziplinarität.

Diese zu fördern ist ein weiteres Ziel der IMPRS-PTFS. Zugleich wird die Kooperation des MPI für Kernphysik mit der Universität Heidelberg ausgebaut: Beteiligt sind siebzehn leitende Wissenschaftler aus dem Kirchhoff-Institut für Physik, dem Physikalischen Institut und dem Institut für Theoretische Physik, die zusammen mit sieben Kollegen aus dem MPI für Kernphysik das wissenschaftliche Programm in Forschung und Lehre als Betreuer und Dozenten bestreiten. Zwei Teilbereiche der „Heidelberg Graduate School of Fundamental Physics“, nämlich ‚Astronomy and Cosmic Physics’ und ‚Quantum Dynamics and Complex Quantum Systems’ sind bereits erfolgreich mit den beiden bestehenden IMPRS synergetisch vernetzt. Mit der neuen Schule wird diese Kooperation auf den dritten Bereich ‚Fundamental Interactions and Cosmology’ ausgedehnt und vervollständigt. Sprecher der IMPRS-PTFS ist Prof. Manfred Lindner, sein Stellvertreter Prof. Klaus Blaum; Koordinator ist Dr. Werner Rodejohann (alle MPI für Kernphysik).

Die Max-Planck-Gesellschaft fördert die Schule mit jährlich 350.000 € bei einer Laufzeit von sechs Jahren. Darin enthalten sind 10 Stipendien sowie Mittel für Arbeitstagungen und Gastwissenschaftler. Weitere drei Stipendien werden von der Universität bereitgestellt, zuzüglich zu je ca. 12 Doktorandenstellen beider Kooperationspartner. Ziel ist, einen Anteil von mehr als 50% ausländischer Studierender zu erreichen. Der Start der neuen IMPRS-PTFS ist zum 1. April 2010 vorgesehen.

Webseite der IMPRS-PTFS

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