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11.08.2015:
Im Universum gehen langsam die Lichter aus

GAMA-Kollaboration stellt umfassende Kartierung der Energieemission im nahen Universum vor

Kollage des Erscheinungsbildes einer typischen Galaxie bei verschiedenen Wellenlängen der GAMA-Durchmusterung. Bildquelle: ICRAR/GAMA und ESO.

Ein internationales Team aus Astronomen, darunter die Gruppe um Richard Tuffs vom Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) in Heidelberg und von der Hamburger Sternwarte, hat mehr als 200.000 Galaxien untersucht und dabei die Energie, die in einem großen Teil des Weltalls erzeugt wird, genauer als jemals zuvor gemessen. Die Studie im Rahmen des Projekts Galaxy and Mass Assembly (GAMA) stellt die bisher umfangreichste Auswertung des Energieausstoßes des nahen Universums dar. Sie bestätigt, dass die Energiemenge, die heutzutage im untersuchten Teil des Universums abgegeben wird, nur die Hälfte des Wertes von vor zwei Milliarden Jahren beträgt. Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass dieses Phänomen gleichermaßen alle 21 untersuchten Wellenlängenbereiche vom Ultravioletten bis zum fernen Infrarot betrifft. Die Ergebnisse wurden am 10. August 2015 auf der XXIX. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Honolulu auf Hawaii präsentiert.

Eine entscheidender Beitrag zur Bestimmung der Energieemission von Galaxien in der multispektralen Untersuchung ist die Aufnahme der Ultraviolett-Emission als Indikator für die Entstehung neuer Sterne. Für diesen Wellenlängenbereich wurde der NASA-Satellit „Galaxy Evolution Explorer“ (GALEX) genutzt. Die MPIK-Gruppe, bestehend aus Richard Tuffs, Meiert Grootes und Ellen Andrae, spielte hier eine Schlüsselrolle für die Aufbereitung der Daten sowie für deren wissenschaftliche Auswertung und Interpretation.

 Pressemeldung der ESO

 GAMA-Webseite (englisch)

 GAMA Panchromatic Data Release (PDF)

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Kontakt:

Dr. Richard J. Tuffs
MPI für Kernphysik Heidelberg
Tel.: +49 6221 516 344
E-Mail:  richard.tuffs(at)mpi-hd.mpg.de

Dr. Meiert W. Grootes
MPI für Kernphysik Heidelberg
Tel.: +49 6221 516 471
E-Mail:  meiert.grootes(at)mpi-hd.mpg.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des MPIK

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