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08.10.2014:
Heisenberg-Stipendium für zwei Wissenschaftler des MPIK

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat mit Dr. Frank Rieger und Dr. Werner Rodejohann zwei Wissenschaftlern am Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik ein Stipendium aus ihrem Heisenberg-Programm bewilligt.

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PD Dr. Frank M. Rieger

Dr. Werner Rodejohann

Das nach dem Nobelpreisträger für Physik Werner Heisenberg benannte Programm ist das höchstrangige Instrument der DFG zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein Heisenberg-Stipendium wird für zunächst drei Jahre gewährt und wird nur an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die bereits alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine dauerhafte Professur erfüllen.

Privatdozent Dr. Frank Rieger arbeitet am MPIK auf dem Gebiet der relativistischen Astrophysik. Er untersucht die Erzeugung sehr hochenergetischer kosmischer Strahlung in der Umgebung von galaktischen Objekten wie Pulsaren und Schwarzen Löchern sowie aktiven Galaxienkernen. Seine theoretischen Studien stehen als Teil der H.E.S.S.-Kollaboration und des Zukunftsprojekts CTA in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten des Instituts in der Gamma-Astronomie. Am Standort Heidelberg hat er eine Reihe internationaler Konferenzen zu diesem Themenkreis mit organisiert. Das Heisenberg-Stipendium wird Frank Rieger ab Januar 2015 am Institut für Theoretische Astrophysik der Universität Heidelberg antreten und dabei eine Brückenfunktion zwischen MPIK und Universität im Bereich der Gamma-Astronomie ausüben. Ziel des Projektes „Gamma-Ray Astrophysics and Relativistic Cosmic Outflows“ ist, auf der Basis der Fortschritte in der Gamma-Astronomie (H.E.S.S./CTA etc.) Schlüsselfragen der Hochenergie-Astrophysik, insbesondere im Verständnis der Physik relativistischer Jets aus aktiven Galaxienkernen, zu klären.

Dr. Werner Rodejohann leitet seit 2008 die eigenständige Gruppe MANITOP (Massive Neutrinos: Investigating their Theoretical Origin and Phenomenology), welche 4 Jahre im Rahmen eines ERC Starting Independent Researcher Grant gefördert wurde, und 2012 eine Anschlussfinanzierung durch die Max-Planck-Gesellschaft erfuhr. Seine Forschung umfasst Themen der theoretischen Neutrinophysik. Ein Schwerpunkt ist Frage nach dem Ursprung der Neutrinomassen, ihrer modellbasierten Vorhersage und den zugrunde liegenden Mechanismen. Hinzu tritt die Suche nach neuen Ideen für Experimente zum Test von Neutrino-Eigenschaften und Verknüpfungen zur Materie-Antimaterie-Asymmetrie im Universum und der Natur Dunkler Materie. Seit 2010 ist er wissenschaftlicher Koordinator der International Max Planck Research School (IMPRS) „Precision Tests of Fundamental Symmetries”. Mit dem Heisenberg-Stipendium wird Werner Rodejohann ab September 2015 seine Forschung auf den Zusammenhang von Neutrinos zu einer Vielzahl von Physik jenseits des Standardmodells erweitern.

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 Heisenberg-Programm der DFG

Frank Rieger am MPIK

Gruppe MANITOP am MPIK

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Kontakt:

Priv.-Doz. Dr. Frank Rieger
Tel: 06221 516-260
E-Mail:  frank.rieger(at)mpi-hd.mpg.de

Dr. Werner Rodejohann
Tel: 06221 516-824
E-Mail:  werner.rodejohann(at)mpi-hd.mpg.de

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