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02.05.2013:
Gammastrahlen-Observatorium CTA nimmt wichtige Hürde

Aufnahme in die Roadmap des BMBF für große Forschungsinfrastrukturen dokumentiert grundsätzliche Finanzierungsbereitschaft

Auf Empfehlung des Wissenschaftsrats hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das geplante Observatorium für kosmische Gammastrahlung, CTA, als eines von drei Großprojekten neu in seine Roadmap für große Forschungsinfrastrukturen aufgenommen. "Damit ist der Weg frei für eine Klärung der offenen inhaltlichen und finanziellen Fragen", betonte Forschungsministerin Johanna Wanka in einem Schreiben an Prof. Werner Hofmann, Direktor am Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) und an den Leiter des DESY-Standorts Zeuthen, Prof. Christian Stegmann.

CTA – Cherenkov Telescope Array – ist die nächste Generation bodengebundener Instrumente für die Hochenergie-Gammaastronomie. Sprecher des weltweiten Konsortiums aus über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist Prof. Werner Hofmann vom MPIK. Aus Deutschland sind außer dem MPIK und DESY Zeuthen das MPI für Physik in München, acht Universitäten sowie die Landessternwarte Heidelberg beteiligt. Geplant ist je ein Standort auf der Süd- und der Nordhalbkugel, die jeweils mit mehreren Teleskopen unterschiedlicher Größe bestückt sein sollen. CTA soll als offenes Observatorium betrieben werden und befindet sich derzeit – von der EU gefördert – in der Vorbereitungsphase.

Beobachtungsobjekte sind die oft noch wenig verstandenen extremen Orte im Universum wie Supernovae, Pulsarwindnebel oder aktive galaktische Kerne. Diese kosmischen Beschleuniger produzieren extrem schnelle Teilchen, die dann durch Wechselwirkung mit ihrer Umgebung Gammastrahlen erzeugen. Gammastrahlung kann aber auch beim Zerfall von Dunkler Materie entstehen. CTA wird mit seiner im Vergleich zu den derzeitigen Instrumenten erhöhten Empfindlichkeit und besseren Auflösung viele neue Objekte am Gammahimmel entdecken und wesentliche Informationen zu deren Verständnis liefern.

Das BMBF hatte im Jahr 2011 den Wissenschaftsrat in einem Pilotprojekt beauftragt, Konzepte für große wissenschaftliche Infrastrukturvorhaben zu prüfen. Drei der geprüften Forschungsinfrastrukturen hat das BMBF nun in seine Roadmap aufgenommen und seine grundsätzliche Finanzierungsbereitschaft erklärt. Die Roadmap dient dazu, politische Entscheidungen über langfristige Forschungsinfrastrukturen zu treffen.

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Weitere Informationen:

 Cherenkov Telescope Array

 Pressemitteilung des BMBF vom 29.04.2013

 Pressemitteilung des Wissenschaftsrats vom 29.04.2013

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Kontakt:

Prof. Dr. Werner Hofmann
E-Mail:  werner.hofmann (AT) mpi-hd.mpg.de
Tel: 06221 516-330

Max-Planck-Gesellschaft

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